Die verschiedenen typen des turbo-kreisverkehrs

17-06-2016
In unserem vorherigen Artikel zum Turbo-Kreisverkehr haben wir bereits die Grundlagen dieses jungen Kreisverkehrdesigns beschrieben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kreiseln, müssen sich die Verkehrsteilnehmer schon vor der Einfahrt entscheiden, welche Ausfahrt sie nehmen wollen; das Wechseln der Fahrspur innerhalb des Turbo-Kreisels ist nicht möglich. Das reduziert die Konfliktpunkte und beschleunigt den Verkehrsfluss. Alle Turbokreisverkehre haben also bestimmte Eigenheiten gemein:
  • Alle haben mehr als eine Spur.
  • Die korrekte Spur muss, wie oben dargelegt, vor dem Eintritt gewählt werden.
  • Verkehrsteilnehmer am Eingang des Kreisverkehrs müssen den sich im Kreisverkehr befindenden Fahrern Vorfahrt gewähren.
  • Im Kreisverkehr selbst ist das Wechseln der Spur nicht möglich.
  • Man kann den Kreisverkehr nur aus der Spur verlassen, die man zuvor gewählt hat.

Turbokreisverkehr in den Niederlanden

Natürlich muss man als Verkehrsplaner auch die nationalen Richtlinien für den Bau von Turbokreisverkehren berücksichtigen. Diese sind bislang noch von Land zu Land noch sehr unterschiedlich.

So oder so lassen diese Gemeinsamkeiten immer noch reichlich Spielraum für die individuelle Ausdifferenzierung verschiedener Arten von Turbo-Kreisverkehren. Insgesamt unterscheidet man im Allgemeinen fünf Typen an Vier-Weg-Turbokreiseln (dreiwegige Kreisverkehre sind hierbei für den Moment ausgenommen). Sie basieren auf der unterschiedlichen Anzahl an Eingangs- und Ausgangsspuren und werden gebraucht, weil man an den verschiedenen Ecken der in Frage stehenden Kreuzung mit unterschiedlich hohem Verkehrsaufkommen zu tun hat. Die fünf Typen sind:

  • Der Basis-Turbokreisel: Der Basis-Turbokreisel richtet sich genau nach den oben genannten Kriterien und ist gedacht für das Regeln einer Straßenanordnung, bei der eine stark befahrene Straße eine weniger stark befahrene Straße kreuzt.
  • Der Ei-Turbokreisel: Das Ei-Design hat seinen Namen aufgrund seiner ovalen Form. Auch dieser Typus funktioniert am besten, wenn eine stark befahrene Straße eine ruhigere Straße kreuzt. Im Ei-Design hat die stärker befahrene Straße zwei Einfahrts- und Ausfahrtspunkte, die schwächer befahrene nur jeweils einen.
  • Der Knie-Turbokreisel: Das Knie-Design ist für solche Kreuzungen gedacht, bei denen der Verkehrsfluss schwerpunktmäßig entweder nach rechts oder nach links verläuft, aber nicht geradeaus. Um den Verkehr entsprechend zu steuern, ist die Verkehrsinsel im Sinne der bevorzugten Richtung umgebaut.
  • Der Spiral-Turbokreisel: Das Spiral-Design soll gemeinhin gleichmäßig stark befahrene Verkahrsaufkommen optimal regeln. Im Gegensatz zum Basis-Design haben hier zwei der vier Einfahrtpunkte drei Einfahrtspuren, aber nur eine Ausfahrtspur.
  • Der Rotor-Turbokreisel: Auch das Rotor-Design ist für starken Verkehr auf allen Spuren gedacht. Hier sind alle Seiten mit drei Einfahrtsspuren und zwei Ausfahrtsspuren versehen.

Diese knappe Auflistung soll einen Überblick über die am meisten genutzten Designs geben. Alle diese Turbokreisel-Typen lassen sich mit Hilfe von Transofts Software TORUS Roundabout 5.0 leicht anlegen und auf ihre Funktionalität hin simulieren.