Torus 5.0: turbokreisverkehre un überprüfung von bestehenden kreiseln

15-08-2015

Dass Turbokreisverkehre, aufgrund ihrer höheren Sicherheit und Kapazität, als Alternative zu normalen Kreuzungen oder herkömmlichen Kreisverkehren, in Deutschland, ganz Europa und dem Rest der Welt immer beliebter werden, ist kein Geheimnis mehr.

In Deutschland sind Turbo-Kreisel zwar noch die Seltenheit, sie breiten sich aber Jahr für Jahr mehr aus. In Baden-Baden, in Königsstein und in Rheinfelden gibt es schon jetzt Turbo-Kreisel, die sich bewährt haben. In Österreich gibt es auch bereits die ersten Turbo-Kreisel und einige sind in Planung. Die Nachbarn aus den Niederlanden bleiben für den Moment der Vorreiter, hier findet man 267 der weltweit existierenden 390 Turbo-Kreisverkehre.

Da es die neuen Kreisverkehre aber noch nicht lange gibt und sie insbesondere außerhalb ihres Mutterlandes, den Niederlanden, erst langsam zum Zug kommen, gibt es hinsichtlich ihrer Design-Richtlinien und -Empfehlungen ein gewisses Vakuum.

Für Straßenplaner hält das Design von Turbo-Kreiseln einige Besonderheiten bereit. Erstens können sich dort, wo es noch keine festgelegten Richtlinien gibt, die Design-Gegebenheiten schnell und unerwartet ändern und zweitens Beispiel Turbo-Kreisel in Deutschland

kann man sich bei der Planung nicht auf Standardwerte und bestehende Beispiele verlassen, sondern muss gegebenenfalls viele Entscheidungen selbst treffen. Das erfordert eine hohe Flexibilität während des Planungs- und Design-Prozesses.

 

TURBOKREISVERKEHRE

Der Schwerpunkt des neuen TORUS 5.0, der ersten Software für das Design von Turbokreisverkehren, liegt deshalb auf der einfachen Anpassung an regional unterschiedliche Bedingungen. Zusätzlich erhöht das neu integrierte Kreisverkehr Checking Tool – zum Überprüfen bestehender Kreisverkehre – die Funktionalität der jüngsten TORUS-Version.

Grundsätzlich sind Kreisverkehre hervorragende Alternativen zu Kreuzungen, weil sie stetigen, langsamen Verkehrsfluss ermöglichen und den Verkehr generell beruhigen. Gleichzeitig aber sind sie hinsichtlich ihrer Kapazität limitiert und wegen der relativ hohen Anzahl an möglichen Konfliktpunkten nicht immer die sicherste Lösung.

Turbokreise hingegen bieten eine hohe Leistungsfähigkeit bei weniger Konfliktpunkten. Sie kombinieren die Vorteile von ursprünglichen Kreisverkehren mit einfachen und doppelten Fahrspuren, indem sie die Fahrer dazu zwingen, sich schon vor der Einfahrt in den Kreisverkehr für eine Ausfahrtsspur zu entscheiden.

Es ist anzunehmen, dass sich verschiedene Länder für einen unterschiedlichen Umgang mit einzelnen Designmerkmalen von Turbo-Kreiseln entscheiden werden. In Deutschland zum Beispiel, wird die Fahrspurtrennung mittels einer physischen Barriere aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Man setzt stattdessen rein auf ebenerdige Fahrbahnmarkierungen.

TORUS 5.0 bietet volle Flexibilität. Die vordefinierten Turbo-Kreisel-Designs basieren zwar auf den niederländischen Regulierungen, ziehen aber länderspezifische Gegebenheiten mit in Betracht und man kann schon jetzt bekannte nationale Unterschiede in sein Anfangsdesign mit einbetten. So entsteht ein sicheres Design für alle national unterschiedlichen Bedürfnisse.

Höhere Sicherheit durch Geschwindigkeitsanalyse mit AutoTURN und Torus

ÜBERPRÜFUNG VON BESTEHENDEN KREISVERKEHREN

Das neue Checking Tool überprüft mit Hilfe des bewährten AutoTURN-Algorithmus automatisch die Schleppkurven der (ebenfalls individuell festlegbaren) Fahrzeuge im Kreisverkehr. Beschädigungen der Fahrbahnränder können somit leichter verhindert werden. Darüber hinaus ermittelt Torus die Geschwindigkeiten dieser Fahrzeuge. Dadurch lässt sich jeder Kreisverkehr – ganz gleich, mit welcher Software der Kreisverkehr ursprünglich erstellt wurde – einfach überprüfen und es lassen sich gegeben falls Anpassungen aufgrund zu hoher Geschwindigkeiten vornehmen. Zudem bietet das Checking Tool eine verlässliche Sichtlinienanalyse.